Was ist LaTeX?

LaTeX setzt Texte mit Befehlen statt Mausklicks: Du schreibst reinen Text, ein Programm macht daraus ein PDF in Buchqualität. Hier erfährst du, woher LaTeX kommt, wie es funktioniert und warum es sich gerade für eine Facharbeit lohnt – trotz steiler Lernkurve.

Das Video

Dieses Video kommt ohne Programm aus. Es ist der Auftakt der Reihe; ab Teil 1 arbeitest du in TeXstudio.

Untertitel gibt es in zehn Sprachen. Du wählst sie im Video unten rechts.

Inhalt des Videos

  1. 0:00 Worum es geht
  2. 0:15 Wie alles begann
  3. 0:47 Der Name
  4. 1:13 Von TeX zu LaTeX
  5. 1:51 Kein WYSIWYG
  6. 2:26 Plattformunabhängig
  7. 2:48 Die Lernkurve
  8. 3:16 KI als Helfer
  9. 3:47 Aus der Praxis
  10. 4:13 Die Reihe

Das Wichtigste

1977 bekam der Informatiker Donald Knuth die Probedrucke für die Neuauflage seines Lehrbuchs – und war mit dem Satz der Formeln unzufrieden. Er schrieb ein eigenes Satzprogramm: TeX. Geplant waren ein paar Monate, es wurden über zehn Jahre. Anfang der 1980er baute Leslie Lamport darauf LaTeX: fertige Bausteine für Überschriften, Verzeichnisse und Formeln.

Wie alles begann: Knuths Satzprogramm TeX.
Wie alles begann: Knuths Satzprogramm TeX.

Kein WYSIWYG

In einer Textverarbeitung siehst du beim Schreiben das fertige Blatt („What you see is what you get“). In LaTeX schreibst du Text mit Befehlen, zum Beispiel \section{…} für eine Überschrift; der Compiler macht daraus das PDF. Du kümmerst dich um Inhalt und Struktur, LaTeX um das Aussehen.

Links der Quelltext, rechts das kompilierte PDF.
Links der Quelltext, rechts das kompilierte PDF.

LaTeX ist kostenlos, quelloffen und läuft unter Linux, Windows und macOS, sogar auf dem Tablet. Die Datei ist reiner Text: Jeder Rechner macht daraus dasselbe PDF. Am Anfang bist du langsamer als mit einer Textverarbeitung – dafür entstehen Nummern, Verweise, Verzeichnisse und Formeln danach von selbst. Generative KI hilft beim Lernen der Schreibweise und bei Fehlermeldungen; prüfe ihre Vorschläge aber immer durch Kompilieren.

Aus der Praxis: Quelltext und fertiges Arbeitsblatt. Eine Vorlage legt das Aussehen fest.
Aus der Praxis: Quelltext und fertiges Arbeitsblatt. Eine Vorlage legt das Aussehen fest.

Das Arbeitsblatt

Hier siehst du das Arbeitsblatt zum Video. Die Übungsdateien lädst du oben herunter und arbeitest in deinem eigenen Editor. Die Hinweise stehen auf dem Kopf – dreh das Blatt erst, wenn du selbst nicht weiterkommst. Du kannst es auch als PDF öffnen.

📄 Arbeitsblatt öffnen (PDF)

Das Arbeitsblatt – Seite 1
Seite 1/4
Das Arbeitsblatt – Seite 2
Seite 2/4
Das Arbeitsblatt – Seite 3
Seite 3/4
Lösungen des Arbeitsblatts anzeigen
Das Arbeitsblatt – Seite 4
Seite 4/4

Probier es selbst

Aufgabe

Was ist der Unterschied zwischen einer Textverarbeitung und LaTeX – und was bedeutet „kompilieren“?

Lösung anzeigen

In der Textverarbeitung formatierst du direkt das sichtbare Blatt. In LaTeX schreibst du Text mit Befehlen, die die Struktur beschreiben. Kompilieren heißt: Ein Programm (der Compiler) liest diese Datei und erzeugt daraus das fertige PDF.

Mit einem Sprachmodell weiterlernen

Erkläre mir als Schüler:in der Oberstufe in fünf kurzen Punkten, wie LaTeX funktioniert und wann es sich gegenüber einer Textverarbeitung lohnt. Frag mich danach mit drei Fragen ab, ob ich es verstanden habe, und warte jeweils auf meine Antwort.

So ist das entstanden: Die Idee und die Auswahl der Themen sind von mir. Drehbuch, Beispielarbeit, Aufgaben und diese Seite hat ein Sprachmodell (LLM) nach meinen Vorgaben entworfen. Die Bildschirmaufnahmen hat ein Skript automatisch in TeXstudio unter Linux gemacht und nach jedem Schritt das fertige PDF geprüft: stimmen Ränder, Schrift, Nummern und Verweise, gibt es Warnungen? Die Stimme ist mit Qwen3-TTS erzeugt, nach dem Vorbild meiner eigenen Stimme.

Die Beispielarbeit über das Fadenpendel ist ausgedacht, ebenso die Person „Alex Beispiel“ und die beiden Quellen im Literaturverzeichnis.

Videos, Arbeitsblätter, Übungsdateien, Texte und Prompts dieser Reihe stehen unter der Lizenz CC BY 4.0: Du darfst sie verwenden, verändern und weitergeben, wenn du die Quelle nennst.