3D-Präsentationseditor
Mit diesem Werkzeug entstehen begehbare 3D-Modelle für den Unterricht: Du lädst ein Modell, beschriftest es und legst Schritte an — wie Folien, nur dass die Kamera dazwischen weich von Ansicht zu Ansicht gleitet. Am Ende steht eine eigenständige Seite, durch die man sich klickt. Gedacht für den Rechner mit Maus: linke Taste dreht die Ansicht, rechte verschiebt, das Mausrad zoomt.
So arbeitest du damit
-
Modell laden. Über + GLB A öffnest du ein 3D-Modell im glb-Format. Es erscheint in der Liste B; ein Klick darauf wählt es aus. Besteht es aus mehreren Teilen, stehen diese im Inspektor darunter C und lassen sich einzeln ein- und ausblenden.
Eine Pyramide aus drei Teilen: Grundfläche, Mantel, Höhe. -
Anordnen. Mit Bewegen A, Drehen B und Skalieren C erscheinen am Modell Griffe, an denen du ziehst. Genauer geht es im Inspektor: Winkel D in Grad und Größe E als Zahl.
Tastenkürzel: 1, 2, 3 für Bewegen, Drehen, Skalieren; 4 Zeichnen, 5 Linie.
Um 30° gedreht, auf das 1,4-Fache vergrößert, die Dreh-Griffe sichtbar. -
Beschriften. + Text A setzt ein Textfeld in die Szene; du tippst sofort los und ziehst es danach an seinen Platz. Mit Linie B ziehst du einen Pfeil, mit Zeichnen freihand. Blendest du ein Teil aus C — hier den Mantel —, wird sichtbar, was darunter liegt.
Ein ausgewähltes Textfeld lässt sich über „Mit Objekt verbinden“ an ein Modell oder ein einzelnes Teil heften. Es wandert dann mit, wenn sich die Kamera dreht.
Mantel ausgeblendet, die Höhe beschriftet und mit einem Pfeil markiert. -
Schritte anlegen. Ein Schritt merkt sich alles: Kamera, Lage der Objekte, was sichtbar ist. Der Pfeil A spielt den Übergang zum nächsten Schritt ab, über die Nummern B springst du direkt hin. + Schritt C kopiert den aktuellen und hängt ihn dahinter; dort änderst du, was sich ändern soll. Die Kamera speicherst du mit Kamera D. Oben im Inspektor legst du fest, ob ein Objekt in diesem Schritt überhaupt da ist E.
Eine Änderung wirkt auch auf die folgenden Schritte, solange dort noch der alte Wert steht. Wer ein Objekt nur in einem Schritt verschieben will, legt die Schritte deshalb erst danach an.
Drei Schritte; ab dem zweiten ist der Mantel ausgeblendet und die Höhe beschriftet. -
Speichern und exportieren. Öffnen A lädt ein Projekt — auch eine schon exportierte Seite —, Speichern B sichert es als Datei. Export HTML C erzeugt die fertige Seite zum Durchklicken. Den Titel dafür trägst du oben links ein.
Öffnen, Speichern und Export stehen oben rechts.
Zwischendurch speichern. Der Editor sichert nichts von selbst — ein versehentliches Neuladen löscht alles, was nicht als Datei gespeichert ist.
Was noch geht
Übergänge. Das Feld mit dem Pfeil oben in der Leiste legt fest, wie lange ein Übergang dauert (in Millisekunden).
Hintergrund. Farbe und Transparenz stellst du oben ein; transparent ist nützlich, wenn die Szene in eine Folie eingebettet wird.
Wo die exportierte Seite hingehört. Sie lädt die
3D-Bibliothek aus ../p3d/ nach. Auf targas-edu.de gehört
sie deshalb als eigener Ordner nach werkzeuge/, neben die
übrigen Werkzeuge.
Für Lehrkräfte Einordnung
Der Editor ist anspruchsvoll, aber nicht nur etwas für Lehrkräfte. Schüler:innen, die gern räumlich denken und gestalten, bauen damit selbst eine Erklärung auf: Modell laden, Teile nach und nach einblenden, beschriften, die Schritte festlegen. Wer das schafft, hat den Gegenstand verstanden — die Präsentation ist zugleich der Nachweis. Genauso entstehen damit Modelle, die eine ganze Klasse ansieht und durchklickt. Am besten arbeitet es sich mit Maus und Tastatur.
Einsatz: Räumliche Geometrie (Körper, Schnitte, Höhen), Modelle aus der Physik, Aufbauten, die man von mehreren Seiten zeigen will. Das Aus- und Einblenden einzelner Teile trägt eine ganze Erklärung: erst der Körper, dann ohne Mantel, dann die Höhe beschriftet.
Als Aufgabe für Schüler:innen: eine Körperberechnung als 3D-Präsentation erklären, einen Versuchsaufbau Schritt für Schritt zeigen, eine Präsentation für die Mitschüler:innen bauen. Gut als Projekt oder für die, die tiefer einsteigen wollen. Einmal zeigen, dass nichts zwischengespeichert wird — sonst geht Arbeit verloren.
Zur Herkunft der Modelle: Wer ein Modell aus dem Netz verwendet, sollte die Lizenz prüfen, bevor die Szene öffentlich gestellt wird. Für den Gebrauch in der eigenen Klasse gelten andere Regeln als für eine frei zugängliche Website. Einfache Körper lassen sich auch selbst erzeugen, etwa mit einem CAD-Programm, das glb exportiert.
Grenzen: Der Editor sichert nichts zwischen. Er
braucht einen Webserver — über file:// scheitert der
Export am Sicherheitsmodell des Browsers; über diese Seite aufgerufen
funktioniert er. Die 3D-Bibliothek ist mit rund 9 MB groß; beim
ersten Aufruf dauert das Laden einen Moment. Es wird nichts von
fremden Servern nachgeladen.