Animationstisch
Ein Trickfilm entsteht aus Einzelbildern, die sich jeweils ein wenig unterscheiden. Genau das machst du hier: zeichnen, ein neues Bild anlegen, die Figur ein Stück weiterbewegen. Am Ende läuft die Folge als Animation und lässt sich als GIF, Video oder Stroboskopbild speichern.
So arbeitest du damit
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Zeichnen. Der Stift A ist von Anfang an ausgewählt. Rechts daneben wählst du eine der dreizehn Farben B und eine von vier Strichstärken C.
Stift, Farbe und Strichstärke stehen oben nebeneinander. -
Korrigieren. Der Radierer A entfernt einen ganzen Strich, wenn du ihn antippst — nicht nur die Stelle, die du berührst. Willst du bloß den letzten Zug zurücknehmen, nimm Rückgängig B.
Radierer und Rückgängig arbeiten unterschiedlich. -
Etwas verschieben. Mit dem Auswahl-Werkzeug A tippst du einen Strich an. Er bekommt einen Rahmen mit Griffen: damit lässt er sich bewegen, drehen und in der Größe ändern.
Praktisch, wenn eine Figur im nächsten Bild nur ein Stück weiterwandern soll: kopieren, auswählen, verschieben.
Ein ausgewählter Strich zeigt Griffe zum Bewegen und Drehen. -
Nächstes Bild anlegen. Neu A beginnt mit einer leeren Fläche, Kopie B übernimmt das aktuelle Bild. Für kleine Änderungen ist Kopie fast immer der schnellere Weg. Im Streifen C siehst du alle Bilder und springst per Antippen dorthin.
Nach drei Durchgängen stehen drei Bilder im Streifen. -
Zwiebelhaut einschalten. Der Knopf ganz rechts unten A lässt das vorherige Bild blass durchscheinen. Ohne diese Hilfe springt die Figur, weil du nicht siehst, wo sie eben noch war.
Der blasse Bogen links ist das vorherige Bild. -
Abspielen. Der Pfeil unten links A startet die Animation. Daneben stellst du die Bilder pro Sekunde ein B: zehn bis zwölf wirken flüssig, bei weniger sieht man die Einzelbilder.
Abspielen und Bildrate liegen unten links beieinander. -
Sichern und ausgeben. Im Menü findest du vier Ausgabewege: GIF A, Video B, animiertes SVG C und Stroboskopbild D. Das Projekt E ist die Arbeitsdatei — nur damit kannst du später weiterzeichnen.
GIF, Video, animiertes SVG und Stroboskopbild stehen im Menü.
Weniger ist oft mehr: Acht bis zwölf Bilder reichen für eine überzeugende Bewegung — entscheidend ist nicht ihre Zahl, sondern dass die Abstände zwischen ihnen stimmen.
Was noch geht
Bild einfügen. Über das vierte Werkzeug oben lädst du ein Foto in das aktuelle Bild. Damit lässt sich über eine Vorlage zeichnen — etwa über ein Einzelbild aus einem Video.
Stroboskopbild. Legt alle Einzelbilder übereinander und speichert sie als ein PNG. Das ist kein Trickfilm-Werkzeug, sondern ein physikalisches: So sieht man auf einen Blick, wie sich die Abstände einer Bewegung entwickeln.
Animiertes SVG. Bleibt bei jeder Größe scharf und ist meist deutlich kleiner als ein GIF — gut für eine Website, weniger gut für Programme, die nur Bilder annehmen.
Auf dem Tablet lässt sich im Menü einstellen, dass nur der Stift zeichnet. Dann kannst du die Hand auflegen, ohne Striche zu hinterlassen.
Dein Arbeitsstand wird laufend gesichert. Lädst du die Seite versehentlich neu, bietet dir das Werkzeug beim Start an, weiterzumachen. Diese Sicherung liegt in deinem Browser — auf einem anderen Gerät ist sie nicht da. Für alles, was dir wichtig ist, speichere das Projekt als Datei.
Für Lehrkräfte Einordnung
Der Animationstisch eignet sich für den Einstieg in Bildfolgen und Bildrate: Warum wirkt eine Folge von Einzelbildern als Bewegung? Was ändert sich zwischen 10 und 30 Bildern pro Sekunde? Der Zusammenhang von Bildrate, Bildanzahl und Dauer lässt sich ausrechnen und sofort überprüfen.
Für die Physik ist das Stroboskopbild der interessanteste Teil. Eine gleichförmige Bewegung zu animieren heißt, gleiche Abstände zu zeichnen; eine beschleunigte verlangt wachsende. Im Stroboskopbild wird der Unterschied unmittelbar sichtbar — und wer die Abstände falsch wählt, sieht es selbst. Umgekehrt lässt sich ein Stroboskopbild aus dem Realexperiment nachbauen und vergleichen.
Zum Zeitbedarf: Eine brauchbare Animation aus zehn Bildern dauert erfahrungsgemäß eine knappe Doppelstunde, wenn die Figuren einfach bleiben. Der Hinweis, mit Strichmännchen zu arbeiten, spart viel Frust.
Technisch: Die GIF-Erzeugung läuft in einem Hintergrundprozess im Browser; bei vielen Bildern in großer Auflösung dauert das spürbar. Die Videoaufnahme braucht einen aktuellen Browser. Alles bleibt auf dem Gerät, es wird nichts hochgeladen.