Stickerleinwand

Eine leere Fläche, auf der du Bilder, Pfeile und Textkästen frei anordnest. Gedacht für Tafelbilder, die während des Sprechens entstehen, und für Schemata, die jemand selbst zusammenlegen soll — ein Kreislauf, eine Zuordnung, eine Beschriftung. Die fertige Anordnung lässt sich als Datei sichern und später wieder laden.

So arbeitest du damit

  1. Einen Sticker ablegen. Der grüne Knopf + links unten öffnet das Auswahlfeld A. Die Kategorien sind zugeklappt; ein Tipp auf die Zeile klappt sie auf B, rechts steht, wie viele Sticker darin liegen. Ein Tipp auf einen Sticker legt ihn auf der Fläche ab C und schließt das Feld wieder. Neue Elemente erscheinen treppenartig versetzt, damit sie sich nicht gegenseitig verdecken.
    Das Auswahlfeld mit aufgeklappter Kategorie „Pflanzen“.
    Das Auswahlfeld mit aufgeklappter Kategorie „Pflanzen“.
  2. Suchen statt blättern. In die Suchzeile A tippst du ein Stichwort. Gesucht wird über alle Kategorien — auch über die zugeklappten — und nicht nur über die Namen, sondern auch über hinterlegte Schlagwörter. Kategorien ohne Treffer verschwinden, die übrigen klappen auf und zeigen die Trefferzahl B. Hier findet chemie genau einen Sticker C: den Gleichgewichtspfeil. Umlaute sind gleichgültig, wüste und wueste finden beide den Kaktus.
    „chemie“ steht in keinem Stickernamen — gefunden wird der Sticker über sein Schlagwort.
    „chemie“ steht in keinem Stickernamen — gefunden wird der Sticker über sein Schlagwort.
  3. Verschieben, drehen, Größe ändern. Ein angetipptes Element rückt nach vorn und bekommt Griffe. Verschieben geht überall am Element selbst A, nicht nur an den Griffen. Der rote Griff oben rechts löscht B, der gelbe unten links dreht C, der blaue unten rechts ändert die Größe D. Beim Drehen rastet nichts ein; beim Größerziehen bleibt die gegenüberliegende Ecke stehen und das Seitenverhältnis erhalten. Ein Tipp auf den leeren Hintergrund hebt die Auswahl wieder auf.
    Ein ausgewähltes Element zeigt drei Griffe; bei Textkästen kommt links oben ein vierter dazu.
    Ein ausgewähltes Element zeigt drei Griffe; bei Textkästen kommt links oben ein vierter dazu.
  4. Textkasten anlegen. Der blaue Knopf T A legt einen Textkasten an und öffnet sofort den Schreibmodus — am gestrichelten Rand B erkennst du ihn. Der Platzhalter ist markiert: Lostippen ersetzt ihn. Enter macht eine neue Zeile. Ein Tipp auf den Hintergrund schließt den Schreibmodus; der Stift-Griff links oben C öffnet ihn wieder, ein Doppelklick auf den Text auch.

    Bleibt ein Kasten leer, steht wieder „Text eingeben“ darin — er verschwindet nicht von selbst. Zum Entfernen den roten Griff nehmen.

    Ein Textkasten im Schreibmodus, erkennbar am gestrichelten Rand.
    Ein Textkasten im Schreibmodus, erkennbar am gestrichelten Rand.
  5. Text gestalten. Solange ein Textkasten ausgewählt ist, erscheint oben rechts eine zweite Leiste: sechs Farben A, B für Fettschrift B und ein Knopf, der die Ausrichtung durchschaltet C — links, zentriert, rechts. Alle drei gelten für den ganzen Kasten D, nicht für einzelne Wörter. Beim Größerziehen wachsen Breite und Schriftgröße gemeinsam, die Zeilenumbrüche bleiben deshalb, wie sie sind.
    Die Textleiste erscheint nur, wenn ein Textkasten ausgewählt ist.
    Die Textleiste erscheint nur, wenn ein Textkasten ausgewählt ist.
  6. Eigene Bilder einbinden. Unten im Auswahlfeld steht Eigene Bilder A; du kannst auch mehrere auf einmal auswählen. Gespeichert wird später nur der Dateiname zusammen mit dem Bilder-Basispfad B — nicht das Bild selbst. Dadurch bleiben die Szenendateien klein. Es heißt aber auch: Die Bilddateien müssen unter diesem Pfad liegen, sonst erscheint beim Laden ein rosa Platzhalter statt des Bildes.
    „Eigene Bilder“ und der Basispfad stehen unter den Kategorien.
    „Eigene Bilder“ und der Basispfad stehen unter den Kategorien.
  7. Szene sichern. Szene speichern A lädt die Anordnung als Datei herunter, Szene laden B liest sie wieder ein — und leert dabei zuerst die Fläche. Alles löschen C räumt die Fläche, ohne zu fragen.
    Speichern, Laden und Alles löschen liegen oben rechts.
    Speichern, Laden und Alles löschen liegen oben rechts.

Es gibt kein Rückgängig. Ein gelöschtes Element ist weg, und nichts wird von selbst gespeichert. Wenn eine Anordnung länger halten soll als die Stunde, speichere sie als Datei — der Browser merkt sich nur den Bilder-Basispfad und welche Kategorien offen waren.

Was noch geht

Szenendateien sind lesbar. Gespeichert wird eine Textdatei mit einer Zeile je Element: Bildname, Position, Drehung, Größe. Wer möchte, kann sie am Rechner öffnen und eine Position von Hand ändern.

Eine Szene in eine Folie holen. Läuft die Leinwand in einem Foliensatz im Browser, kann eine Folie ihre Szene selbst nachladen. Das braucht einen Server: Wird die Seite direkt aus dem Dateisystem geöffnet, blockiert der Browser diesen Abruf. Der Knopf Szene laden funktioniert dagegen immer, weil er über den Dateidialog geht.

Was der Browser sich merkt. Welche Kategorien aufgeklappt waren und welcher Bilder-Basispfad eingestellt ist — beides nur auf diesem Gerät. Die Szene selbst gehört nicht dazu.

Für Lehrkräfte Einordnung

Die Stickerleinwand ist als Tafelbild-Werkzeug gedacht, nicht als Zeichenprogramm. Ihr Nutzen liegt darin, dass ein Schema schrittweise entsteht: Ein Element kommt dazu, während man darüber spricht, und lässt sich anschließend noch verschieben, ohne alles neu zu zeichnen. Das gilt auch für die andere Richtung — eine halb fertige Szene an die Klasse verteilen und zuordnen, beschriften oder sortieren lassen.

Aufgabenideen: einen Kreislauf mit Pfeilen zusammenlegen und die Richtungen begründen; ein vorgegebenes Schema beschriften; zu einem Vorgang die Reihenfolge legen; Begriffe zu Bildern zuordnen. Weil die Szene als Datei herumgeht, lassen sich Lösungen einsammeln und vergleichen.

Grenzen — vor dem ersten Einsatz wichtig:

  • Kein Rückgängig. Weder für das Löschen eines Elements noch für Alles löschen, das ohne Rückfrage arbeitet. In einer Klasse ist das die häufigste Enttäuschung.
  • Nichts wird automatisch gesichert. Ein versehentliches Neuladen der Seite kostet die ganze Szene. Andere Werkzeuge hier bieten eine Wiederherstellung an, dieses nicht.
  • Die Positionen stehen in Pixeln. Die Fläche ist so groß wie das Fenster und wird nicht mitskaliert. Eine Szene, die am Rechner passt, sitzt auf einem kleineren Bildschirm anders — für Dateien, die herumgehen, lieber großzügig anordnen und den Rand freihalten.
  • Immer nur ein Element. Keine Mehrfachauswahl, kein Gruppieren, keine Ebenensteuerung: Vorn liegt, was zuletzt angetippt wurde. Zehn Elemente sind angenehm, fünfzig werden mühsam.
  • Kein Raster, kein Einrasten — auch nicht beim Drehen. Gerade Reihen entstehen nur durch Augenmaß.
  • Keine Freihandlinien und keine Verbindungen, die an zwei Elementen hängen. Ein Pfeil ist ein Sticker wie jeder andere; verschiebt man ein Element, zeigt er ins Leere.
  • Eigene Bilder liegen nicht in der Datei, nur ihr Name. Eine weitergegebene Szene braucht die Bilder daneben, sonst erscheinen rosa Platzhalter.

Technisch: Alle mitgelieferten Sticker sind Zeichnungen im Quelltext des Werkzeugs, keine Bilddateien — sie bleiben also in jeder Größe scharf, auch am Beamer. Der Katalog lässt sich erweitern; die Kategorien Formen, Pfeile, Pflanzen und Wetter sind ein Anfang, nicht das Ziel. Es wird nichts nachgeladen und nichts hochgeladen — die Leinwand läuft ohne Netz. Bedient wird sie mit dem Finger genauso wie mit der Maus.